• Würzburg 106,9
  • Tel 0800 - 30 80 900
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören

HollyWEED statt Hollywood: Der Kifferhumor aus Los Angeles

28.02.2017, 13:30 Uhr in Service, Anzeige
1488285572marihuana pixelio
Oliver Arndt / pixelio.de

In Kalifornien wurde 2017 endlich Marihuana legalisiert. Damit tut es der US-Amerikanische Bundesstaat seinen Vorgängern Kolorado und Washington nach. Die Anhänger des Rauschmittels können nun ganz legal OG Kush Samen kaufen, Joints bauen und Marihuana-Kekse kaufen.

Zu diesem Anlass gab es in der Neujahrsnacht eine kleine Überraschung für die Bewohner von Los Angeles. Das Wahrzeichen der Stadt - der “Hollywood”-Schriftzug in den Hollywood-Hills, wurde zu “Hollyweed” abgeändert. Die beiden riesigen O-Buchstaben wurden mit weißen und schwarzen Planen so abgehängt, dass die Buchstaben sich in zwei E’s verwandelten. Aus Hollywood wird HollyWEED. Weed bedeutet in der amerikanischen Umgangssprache so viel wie Marihuana.

Natürlich ist das Symbol der Stadt nicht einfach für jedermann zugänglich. Überwachungsaufnahmen des abgesperrten Geländes zeigen, wie sich ein Unbekannter nachts unerlaubterweise an dem Schriftzug zu schaffen machte, berichtete die Los Angeles Times.

Aber aus Hollywood wurde nicht zum ersten Mal Hollyweed. Bereits in den 70er Jahren hat schon einmal jemand seinen Kifferhumor bewiesen. Dieses Mal ist der Schriftzug eine Art Statement des Zeitgeists, denn das Volk hat in Kalifornien gesprochen. In einem Volksentscheid Anfang November 2016 haben die Bürger des Staates Kalifornien nämlich entschieden, dass jeder über 21 Jahren Cannabis in kleinen Mengen legal besitzen und bis zu sechs Pflanzen zu Hause anbauen darf. Das legale Kiffen kommt im Anschluss an eine Legalisierungswelle, die seit einigen Jahren durch die USA geht. Medizinisches Marihuana ist in Kalifornien bereits lange legalisiert.

Doch nicht jeder ist glücklich über diese Entwicklung. Es gibt auch viele Politiker und Bürger in Kalifornien, die trotz der grundsätzlich liberalen und progressiven Stimmung im Land keine weiteren Cannabis Clubs oder Cannabis-Apotheken möchten. Die Legalisierung kommt außerdem mit Einschränkungen. Anders als in Kolorado etwa, wo auch Cannabis angebaut, vertrieben und verkauft werden darf, ist die Legalisierung in Kalifornien auf den Besitz und Konsum beschränkt. Der wirtschaftliche Handel und Vertrieb von Cannabis ist auch weiterhin nur für den pharmazeutischen Zweig erlaubt.

Auch in Deutschland trat dieses Jahr ein Gesetz in Kraft, dass es schwerkranken Patienten erlaubt, Marihuana auf Antrag über ihre Krankenkassen zu beziehen. Damit ist die BRD zwar noch keiner Legalisierung entgegengekommen. Für die Patienten, die auf die Cannabisprodukte als letzte Hoffnung der Schmerzbewältigung setzen, st das aber eine große Entlastung.