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9-Euro-Ticket kommt ab Juni

18.05.2022, 06:00 Uhr in Stadtgespräch
Ein WVV Elektrobus

Die Kosten für Benzin und Diesel steigen - Preise von über 2 Euro für den Liter sind inzwischen Alltag. Der Bund will die Menschen in Deutschland nun entgegenkommen.

Ab 1. Juni soll bundesweit für drei Monate das 9-Euro-Ticket kommen. Hießt: Im Juni, Juli und August kann für je 9 Euro ein Monatsticket für den ÖPNV gekauft werden.

Soweit der Plan. Am Freitag, dem 20. Mai muss der Bundesrat noch abschließend zustimmen.

Das Ticket kann dann jederzeit in diesen drei Monaten gekauft werden.

Wo gilt das Ticket?

Das 9-Euro-Ticket gilt verbundübergreifend in allen Bussen, Straßenbahnen und Nahverkehrszügen deutschlandweit für die 2. Klasse. Es gilt nicht im Fernverkehr (beispielsweise ICE, IC, EC). Das Ticket kann lediglich von einer Person genutzt werden – die Mitnahme von Hunden oder Fahrrädern ist nicht erlaubt. Für das Fahrrad müsse grundsätzlich eine Kinderfahrkarte gelöst werden, so der Verkehrsverbund Mainfranken (VVM).

Der Verkehrsverbund Mainfranken ist bereits mitten in den Vorbereitungen: Beispielsweise werden die Fahrkartenautomaten entsprechend programmiert.

Wann startet der Verkauf des Tickets?

Das 9-Euro-Ticket gibt es ab Montag, 23. Mai an den Fahrkartenautomaten der DB Regio zu kaufen. Auch die Umstellung der Automaten im VVM läuft. Laut WVV könnte es sein, dass es die Tickets ab Montag aber noch nicht überall zu kaufen gibt, mehr als wenige Tage soll sich der flächendeckende Verkaufsstart aber nicht verzögern.

Bekommen Abo-Kunden ihr Geld zurück?

Wer ein laufendes Abo beim VVM hat muss sich um nichts kümmern – seine Kosten werden automatisch für die drei Monate Juni, Juli und August auf neun Euro reduziert. Für sie gelten auch bei einem geringeren Preis die jeweiligen Tarifvorteile ihres Abos.

Was gilt für Studenten und Schüler?

Auch Studierende sollen die Vorteile des 9-Euro-Tickets erhalten und ihren Anteil zurückerstattet bekommen. Die Semestertickets gelten im Aktionszeitraum voraussichtlich deutschlandweit ganztägig. Auch Auszubildende, Schülerinnen und Schüler werden vom 9-Euro-Ticket profitieren. Denn auch für das 365-Euro-Ticket und die Schüler-Zeitkarten sind Regelungen zur deutschlandweiten Gültigkeit und zu Ausgleichszahlungen angekündigt. Inwiefern die Rückerstattung abläuft, ist derzeit noch in Klärung.

Städte hoffen auf Touristen

Das 9-Euro-Ticket gilt bundesweit in allen Verkehrsverbünden. Das heißt, mit dem Ticket sind sogar Fahrten bis an die Nord- oder Ostsee mit Regionalzügen möglich. Genauso können aber Menschen von überall her zu uns nach Mainfranken fahren.

Viele Tourismusverantwortliche sehen das 9-Euro-Ticket als eine Chance, mehr Menschen für den ÖPNV zu begeistern.

Demnach erhoffen sich viele Städte dass dadurch mehr Touristen in die Region kommen. Beispielsweise in Ochsenfurt, Lohr, Marktheidenfeld und Karlstadt freut man sich, dass so Gäste in die Städte kommen könnten, die sonst womöglich nicht gekommen wären.

9-Euro-Ticket als Ausgleich für hohe Spritpreise

Das 9-Euro-Ticket wurde von der Bundesregierung eingeführt, um die steigenden Spritpreise in Folge des Ukraine-Kriegs abzufedern.

Das Ticket ist eine einmalige Sondermaßnahme der Regierung und wird mit Bundesmitteln finanziert. Der VVM weist darauf hin, dass die regionalen Verkehrsunternehmen die Ticketpreise ohne öffentliche Zuschüsse nicht dauerhaft senken können.