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Unterfranken hat den niedrigsten Wert an Zecken-Erkrankungen 2020 in ganz Bayern

24.03.2021, 06:20 Uhr in Lokales
Zecke auf Hand

In Unterfranken sind 2020 die wenigsten Infektionen durch Zeckenbisse in ganz Bayern gemeldet worden. Das bestätigt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). In der Region kam es im letzten Jahr zu nur sechs Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und zu knapp 630 Borreliose-Infizierten. Das sind die niedrigsten Werte aller Regierungsbezirke in Bayern.


Der Bayern-Vergleich: Im gesamten Bundesland ist die Zahl der durch Zecken übertragenen Erkrankungen 2020 auf einen Rekordwert gestiegen. Insgesamt kam es zu über 280 Fällen von FSME und zu über 6.250 Fällen von Lyme-Borreliose. Ein Grund für die hohe Zeckendichte könnte der milde Winter gewesen sein. Zudem seien die Menschen im Lockdown häufiger in der Natur spazieren gegangen.

Der Unterfranken-Vergleich 2019: Vor zwei Jahren gab es in Unterfranken insgesamt fünf Fälle von FSME und über 580 Borreliose-Infizierte.

Die FSME ist eine Virus-Erkrankung gegen die es eine Impfung gibt – so kann unter anderem eine Hirnhautentzündung wegen eines Zeckenbiss‘ verhindert werden. Gegen Borreliose gibt es jedoch bisher keinen Impfstoff. So kann eine zu spät entdeckte Infektion zu Fieber, Gelenk- oder Herzmuskelentzündungen führen.