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Würzburg: Babymord-Prozess - Gutachter: heftige Gewalteinwirkung

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vor 3 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Babys hat am Freitag der Rechtsmediziner vor dem Würzburger Landgericht ausgesagt. In seinem Gutachten heißt es, es gebe sehr wahrscheinliche Hinweise darauf, dass das acht Monate alte Kind erstickt ist. Der alte Säugling sei außerdem bis kurz vor seinem Tod heftigen Gewalteinwirkungen und wiederholten Misshandlungen ausgesetzt gewesen, so der Gutachter Michael Bohnert. So wies der Junge diverse Hämatome auf, außerdem Einblutungen durch einen Schädelbruch und eine schwere Verletzung im Bauchraum. Diese stammte laut Bohnert wohl vom Todestag und sei nur durch einen sehr schmerzhaften Faustschlag oder Fußtritt oder starkes Zusammenpressen des Bauches zu erklären. Die zahlreichen Verletzungen können laut Gutachten nicht durch einen Unfall oder Reanimation entstanden sein, sondern wurden gezielt herbeigeführt. Der Rechtsmediziner erklärte, einen solchen Befund in 30 Jahren Arbeit nur einmal bei schwerer Kindesmisshandlung gesehen zu haben.Der Angeklagte selbst bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, das Baby schon in den Wochen vor seinem Tod misshandelt zu haben. Er habe den Jungen lediglich manchmal unsanft behandelt, aber nicht seinen Tod bewusst herbeigeführt. Der mittlerweile 24-Jährige muss sich seit Oktober vor Gericht verantworten. Er war zum Zeitpunkt des Kindstodes der Lebensgefährte der Mutter.