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Würzburg: Bahnhofsmission spürt Auswirkungen der Corona-Pandemie

vor 5 Monaten in Lokales
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Foto: Michael Lindner-Jung

Der Winter ist für obdachlose Menschen immer eine Herausforderung - doch in diesem Jahr ganz besonders. Wegen der Corona-Maßnahmen dürfen auch Hilfsorganisationen nur noch wenige Menschen gleichzeitig aufnehmen. Nach Angaben der Bahnhofsmission in Würzburg halten sich normalerweise etwa 20 Personen gleichzeitig im dortigen Aufenthaltsraum auf. Aktuell dürfen das wegen der Corona-Bestimmungen maximal drei Besucher gleichzeitig sein. Man versucht zwar einen zusätzlichen Raum zu finden, bisher aber ohne konkretes Ergebnis.Besonders problematisch sieht Michael Lindner-Jung von der Bahnhofsmission, dass sich wohnungslose Menschen normalerweise in der kalten Jahreszeit in Geschäften oder der Bücherei aufwärmen können. Das geht durch Corona gerade nicht. Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose gebe es aber trotz der Pandemie, wenngleich die vorhandenen Räume aktuell von weniger Menschen genutzt werden könnten als sonst. Die Stadt Würzburg hat deshalb ein paar zusätzliche Notunterkünfte geschaffen.Doch nicht nur Menschen ohne festen Wohnsitz wenden sich aktuell an die Bahnhofsmission. Viele, die wegen der Corona-Krise ihren Job verloren haben oder in Kurzarbeit sind und nicht genug Geld zum Leben haben, kommen dorthin. Laut Lindner-Jung hatte man vor der Pandemie etwa 60 Lebensmittelportionen am Tag ausgegeben, inzwischen sind es etwa 100. Viele Menschen kämen auch nur für ein paar Brote von weit her.Wer helfen möchte, beispielsweise mit Sachspenden, kann sich bei Michael Lindner-Jung von der Bahnhofsmission unter der Telefonnummer 0931/73048801 melden. Das Spendenkonto der Bahnhofsmission: LIGA Bank, IBAN: DE82 7509 0300 0103 0018 81, BIC: GENODEF 1M05.