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Würzburg: Fallen zwischen Residenz und Dom Parkplätze weg?

vor 3 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

Wie soll die Hofstraße zwischen Residenz und Dom in Zukunft aussehen? Was passiert mit den Parkplätzen am Paradeplatz? Unter anderem über diese Themen spricht der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss der Stadt Würzburg am Dienstag. Denn: Gleich mehrere Fraktionen im Stadtrat haben bereits Anträge zur Gestaltung dieser Touristenachse eingebracht. Die SPD beispielsweise will den Paradeplatz zum reinen Aufenthaltsplatz machen - die Mehrheit der noch vorhandenen Parkplätze würde damit wegfallen. In einem entsprechenden Antrag heißt es, hier solle es in Zukunft lediglich Kurzzeitparkplätze und Parkplätze für Menschen mit Behinderung geben. Die SPD fordert außerdem, die Bereiche Ingolstädter Hof, Hofstraße, Maxstraße, Domerpfarrgasse und Kardinal-Döpfner-Platz als verkehrsberuhigte Bereiche auszuweisen.Ähnlich klingt ein Antrag, den die Grünen, Linke, ÖDP/Würzburger Liste und ZfW gemeinsam eingereicht haben. Darin heißt es, bis November solle die Verwaltung konkrete Pläne zur Neugestaltung für das Jahr 2022 vorlegen. Darin dann unter anderem die Gestaltung der Oberflächen, Grünplanung, Sitzgelegenheiten, bessere Wege für Fußgänger und die Aufenthaltsqualität. Auch sie wollen die Parkplatzsituation verändern und sich auf zwölf Behindertenparklätze und Anwohnerparkplätze beschränken und zusätzlich Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schaffen. Ganz konkret sollen in einem ersten Schritt alle Parkplätze am Dom wegfallen, außerdem heißt es in dem Antrag: die Hofstraße zwischen Domerpfarrgasse und Bibrastraße sowie der zentrale Teil des Kardinal-Döpfner-Platzes soll zur provisorischen Fußgängerzone umgestaltet werden. So soll verhindert werden, dass Autofahrer auf der Suche nach Parkplätzen dort durchfahren und die Aufenthaltsqualität vermindern. Kritik kommt bereits vor der PUMA-Sitzung. In einer Mitteilung der CSU-Stadtratsfraktion heißt es, beide Vorschläge würden die Situation des Einzelhandels in Würzburg massiv verschlechtern. Zwar sei auch die CSU grundsätzlich für eine Aufwertung der Innenstadt durch mehr Grünflächen. Allerdings müsse das Zentrum für mobilitätseingeschränkte Personen gut erreichbar bleiben. Besonders scharf kritisieren die Christsozialen den Zeitpunkt der Antragsstellung: Mitten in der Pandemie würde dem gebeutelten Einzelhandel und auch der Gastronomie eklatant geschadet, heißt es in einer Mitteilung.Auch der Handelsverband Bayern und das Stadtmarketing Würzburg macht Spaß äußern sich in einem Brief an Oberbürgermeister Christian Schuchardt und den Stadtrat sehr kritisch zu den Anträgen. Man habe die Vorschläge mit Entsetzen zur Kenntnis genommen - es wird die Frage aufgeworfen, ob manche Stadtratsfraktionen noch nicht erkannt hätten, wie es derzeit um Innenstadt und Wirtschaft bestellt sei. Jetzt gelte es, bei einer Wiedereröffnung nach dem Lockdown die Kunden zurück die Läden zu bringen. Die Anträge würden genau das Gegenteil erreichen.Auch die Bürger haben Gelegenheit, sich zu einer möglichen Umgestaltung der Innenstadt zu äußern. Sie können ihre Vorschläge bald über das Online-Portal wuerzburg-mitmachen.de einbringen.