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Würzburg: Haushaltsberatungen in der Stadt starten

vor 5 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

In welche Projekte wird 2021 investiert? Diese Frage will der Stadtrat in den kommenden zwei Tagen während der Haushaltsberatungen klären. Trotz der Corona-Krise möchte die Stadt bei den Investitionen nicht auf die Bremse treten. Stadtkämmerer Robert Scheller betonte, dass gerade in dieser schwierigen Zeit Investitionen für die konjunkturelle Stabilität wichtig seien. Man müsse sich aber durchaus auf die Kernaufgaben der Stadt konzentrieren und deshalb Prioritäten setzen.Aufgrund der aktuellen Lage komme die Stadt aber nicht daran vorbei, neue Schulden zu machen und auf Rücklagen zurückzugreifen. Dennoch ist der Kämmerer optimistisch: Er erwartet, dass es ab 2021 wieder aufwärts geht und dass man ab 2022 bei den wichtigsten Einnahmepositionen wieder Vor-Corona-Werte erreichen wird.Scheller hatte die Fraktionen um Zurückhaltung gebeten, was deren Wünsche angeht - mit 164 haben die aber ähnlich viele Anträge eingereicht wie in den vergangenen Jahren. Darin enthalten sind auch Anträge in sechsstelliger Höhe. Dabei verfolgen die Anträge teilweise auch ähnliche Ziele - einig sind sich die Fraktionen zum Beispiel darüber, dass der Etat für die Unterstützung freier Kulturträger in der Stadt um mindestens 200 000 Euro erhöht werden soll. Die CSU fordert einen Betrag von 250 000 Euro, der durch eine Absage des Hafensommers 2021 gegenfinanziert werden soll.Die wichtigsten Zahlen:- Die laufenden Ausgaben und Einnahmen sollen im kommenden Jahr je rund 470 Millionen Euro betragen. - Die meisten Einnahmen werden mit 85 Millionen Euro aus den Gewerbesteuern erwartet. - Die höchsten Ausgaben sollen mit knapp 164 Millionen Euro Personalkosten sein. - Für Investitionen sind 100 Millionen Euro eingeplant. Darunter 52 Millionen Euro für Bauprojekte und 1,5 Millionen Euro für Schulsanierungen.Die Haushaltberatungen sind öffentlich und beginnen am Donnerstag und Freitag jeweils um 9 Uhr im Franconia-Saal des CCW. Wie die Pressestelle der Stadt mitteilt, soll die Beratung am Donnerstag bereits um 15 Uhr enden. Wann die Fortsetzung am Freitag endet, steht indes nicht fest.