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Würzburg: Mann lobt Messerattacke – U-Haft

01.07.2021, 11:39 Uhr in Lokales
Zaun Gefängnis Stacheldraht - pixabay.com

Weil er die tödliche Messerattacke von Würzburg lobte, sitzt ein Flüchtling nun in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat das auf Nachfrage bestätigt. Ereignet hat sich der Vorfall am Samstag in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft. Vorgeworfen werden dem Flüchtling nun Belohnung und Billigung von Straftaten. Dafür könnten bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe folgen. Der Mann sei am Sonntag vorläufig festgenommen und am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser erließ laut Staatsanwaltschaft Haftbefehl – wegen der Äußerung zur Messerattacke und weiterer früherer Vergehen. Darunter versuchter schwerer Raub, versuchte gefährliche Körperverletzungen sowie Sachbeschädigungen und Nötigungen. Die Taten sollen zwischen Februar und Juni gewesen sein.

Ein 24-jähriger Somalier hatte vergangenen Freitag drei Frauen getötet und sieben weitere Personen verletzt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zum Tatmotiv laufen noch. Es könnte einen religiösen Ursprung haben. Laut Landeskriminalamt liege dieser Verdacht nahe. Entsprechendes Propagandamaterial sei aber bis Mittwoch nicht gefunden worden. Außerdem soll der Mann psychisch belastet sein. Er war auch früher schon durch aggressives Verhalten aufgefallen.