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Würzburg: Tag gegen den Schlaganfall – Viele warten zu lange

vor einem Monat in Lokales
Die Grafik zeigt den FAST-Test für Schlaganfälle
Grafik: Inline Internet & Werbeagentur

Am Montag ist „Tag gegen den Schlaganfall“ und auch Würzburger Mediziner mahnen daher wieder eindringlich, im Verdachtsfall sofort zu reagieren. Die Corona-Pandemie hat nämlich auch zur Folge, dass viele Menschen zögern, bei Anzeichen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus zu gehen. Sie haben Angst, sich mit dem Virus anzustecken oder stellen ihre Symptome hinten an.

Allerdings gilt bei einem Schlaganfall: Zeit ist Gehirn! Denn je früher man ihn erkennt und behandelt, umso mehr Hirnfunktionen können gerettet werden. Laut dem Prof. Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Juliusspital, zähle im Notfall jede Minute. Zu den häufigsten Symptomen eines Schlaganfalls zählen Seh- und Sprachstörungen sowie Lähmungen, Schwindel und starke Kopfschmerzen.

Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Aufgrund einer Durchblutungsstörung des Gehirns kommt es dabei zu Störungen der Hirnfunktionen. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter.

Mit dem so genannten FAST-Test kann jeder schnell überprüfen, ob es ein Schlaganfall ist:

FACE (Gesicht): Bitten Sie die Person, zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herab?

ARMS (Arme): Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Sinkt ein Arm, dreht sich oder kann gar nicht gehoben werden?

SPEECH (Sprechen): Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Klingt ihre Stimme unklar oder ist es ihr gar nicht möglich, zu sprechen?

TIME (Zeit): Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome!