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Plötzlich berufsunfähig: Warum dieses Worst-Case-Szenario nicht zu unterschätzen ist

vor 4 Jahren in Service, Anzeige
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Mir passiert so etwas doch sowieso nicht – so denken viele, wenn sie das Wort "Berufsunfähigkeit" hören. Insbesondere junge Berufstätige sind häufig der Meinung, dass nur Menschen, die körperlich hart arbeiten, plötzlich berufsunfähig werden kann. Doch in Zeiten, in denen die Anforderungen an Arbeitnehmer immer mehr zunehmen, ist selbst jemand mit einem Bürojob nicht vor diesem Worst-Case-Szenario gefeit. Ob ein schwerwiegender Unfall oder eine psychische Erkrankung – es gibt viele Gründe, die zur Berufsunfähigkeit führen können. Und diese kommt für die Betroffenen meist völlig unerwartet und ändert ihr Leben von Grund auf. Denn obwohl Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern ein Land mit einem sehr umfassenden Sozialversicherungssystem ist, kann Berufsunfähigkeit für viele Betroffen zur echten Existenzbedrohung werden. Die staatliche Absicherung reicht bei weitem nicht aus, um als Betroffener den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Sich effektiv davor schützen kann man nur mit einer Berufsfähigkeitsversicherung; sie unterstützt finanziell bei einem Verlust der Arbeitskraft. Viele Fragen rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung beantwortet diese Seite von CosmosDirekt.

Zu wenige Arbeitnehmer sind gegen Einkommensausfall abgesichert

Doch erstaunlicherweise hat der größte Teil der Arbeitnehmer hierzulande keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Einer Studie der Smith School der Universität Oxford im Auftrag der Zurich Insurance Group (Zurich) zufolge haben gerade einmal 17 Prozent der Deutschen eine Versicherung, die sie vor Einkommensausfall aufgrund von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit schützt. Dass nur so wenige für dieses Worst-Case-Szenario vorsorgen, liegt allerdings nicht daran, dass die Gesellschaft zu leichtsinnig oder nachlässig mit diesem ernstzunehmenden Thema umgeht. Vielmehr vertrauen viele ausschließlich auf das staatliche Absicherungssystem. Zudem fühlten sich der Umfrage nach viele Menschen schlichtweg zu schlecht zum Thema Einkommensabsicherung informiert.

Ist Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich so unbeliebt?

Dabei könnten sich 52 Prozent der Befragten durchaus vorstellen, eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Eine existenzielle Entscheidung, wenn man bedenkt, dass für 56 Prozent die Berufsunfähigkeitsversicherung die einzige Möglichkeit wäre, ihren Lebensunterhalt im Fall der Fälle zu sichern. Wer Ersparnisse hat, mag sich zunächst sicher fühlen, doch wie lange reichen diese aus? Im Rahmen der Studie zumindest gaben 3 von 5 Befragten an, weniger als 6 Monate Verdienstausfall mit ihrem Ersparten kompensieren zu können. Was danach kommt, will man sich gar nicht vorstellen.

Mehr Aufklärung in Sachen Berufsunfähigkeit erwünscht

Doch so negativ die Ergebnisse der Studie insgesamt auch klingen mögen, es gab auch positive Tendenzen. Rund 60 Prozent der Befragten äußerten die Bereitschaft, zwischen 1 und 5 Prozent ihres Gehalts in eine entsprechende Police zu investieren. Und 20 Prozent der Befragten würden sogar mehr als 10 Prozent ihres Einkommens für die Absicherung vor Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit opfern. Alles, was den Befragten fehlt, um die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in die Tat umzusetzen, sind im Grunde entsprechende Informationen und eine gründliche Aufklärung. Aber das lässt sich ja zum Glück leicht ändern – nicht zuletzt dank Internet und Fachportalen wie berufsunfaehigkeit.net.

Bildrechte: Flickr Swallowed In The SeaKellyB. CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten