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Wie komme ich an ein Praktikum – und was erwartet mich dort?

vor einem Monat in Ausbildungstipps
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Jetzt ist es soweit – die Schule hat den Termin für ein Praktikum während der regulären Schulzeit festgesetzt. Dies dauert in der Regel eine, maximal zwei Wochen.

Zuerst ist es für SchülerInnen, Eltern und Betriebe ganz wichtig zu wissen: ein Praktikum, das von der Schule angeordnet wurde, ist auch über die Schule versichert! Anders sieht es da bei freiwilligen Praktika in den Ferien aus: hier müssen sich SchülerInnen und Eltern selbst versichern. Meist wird dies jedoch über die private Haftpflicht abgesichert.

Ein Praktikum kann man auf verschiedene Art und Weise ergattern. Die einfachste Methode: Eltern und/oder Geschwister kennen einen Betrieb, der dem Berufsbild entspricht, in dem sich der/die SchülerInnen über das Praktikum orientieren möchte. In den letzten Jahren wurden auch die zahlreichen Berufsinformationstage und -messen immer wichtiger in Sachen Praktikumsfindung. Man kann dort die Verantwortlichen direkt ansprechen und um einen Platz anfragen. Oder man hat selbst eine Firma im Auge, in der man gerne mal ins Berufsleben hineinschnuppern möchte.

Am Besten ist es, man wird als Praktikumssuchender persönlich im Wunschbetrieb vorstellig, sprich: nach Möglichkeit selbst dort hin gehen und anfragen. Das zeigt dem Unternehmen, dass man wirklich daran interessiert ist, sich über einen Beruf praktisch zu informieren. Natürlich ist es bequemer, sich von Firma zu Firma durchzutelefonieren. Aber erfahrungsgemäß wird man am Telefon leichter „abgewimmelt“, eben weil die persönliche Note fehlt. Steht ein Praktikumsbewerber jedoch persönlich vor einem Verantwortlichen, fällt es diesem dann oft schwerer abzusagen. Das muss man jedoch immer für sich selbst entscheiden und es kostet selbstverständlich auch Überwindung und Mut - gerade bei SchülernInnen, die sich zum ersten Mal um ein Praktikum kümmern sollen.

Ein ganz spezieller Hinweis: Eltern meinen es oft zu gut mit ihren Kindern und nehmen diesen gern die Arbeit ab, ein Praktikum zu organisieren. Dies kommt bei sehr vielen Firmen aber nicht gerade gut an. Erwartet wird ein gewisses Maß an Selbständigkeit, auch von einem 13- oder 14-Jährigen. Auch wenn das den Erziehungsberechtigten vielleicht übertrieben vorkommen mag, aber in der beruflichen Realität später können und müssen Auszubildende auch ohne „externe familiäre Hilfe“ klarkommen. Und je eher man lernt, auf eigenen Füßen zu stehen, um so besser.

Im Praktikum selbst kommt es auf den jeweils gewählten Berufszweig an, was man während der einen oder der zwei Wochen dort „machen kann“. Während man in medizinischen Berufen oft „nur“ zuschauen darf (was meist datenschutzrechtliche Gründe hat), ist in sozialen Berufen wie Kinder- und Altenpflege durchaus eine aktive Mitwirkung erwünscht (Spielen und Beschäftigen). In Büroberufen ist das Verhältnis eher 50:50. Ablage machen, Listen eingeben, aber auch mal nur „über die Schulter schauen“ sind hier die Regel. Im Handwerk dagegen heißt es immer: anpacken, schaffen. Ob als KfZ-Mechatroniker, Elektriker, Schreiner oder Straßenbauer – hier zeigt sich, ob einem der Beruf später als Ausbildung taugt.

Wie man sich nach einem erfolgreichen Praktikum bewirbt – in der nächsten Folge „Wie bewerbe ich mich richtig?“ erfahrt Ihr mehr dazu.