Mainfranken: Wirtschaft zeigt sich über Zoll-Androhungen besorgt

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​​Es zeigt einmal mehr, wie unberechenbar die US-Handelspolitik ist – So reagiert die Industrie und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt (IHK) auf die jüngsten Androhungen aus den USA, neue Strafzölle einzuführen.

​Bereits seit dem vergangenen Jahr seien die Belastungen der mainfränkischen Betriebe auf einem Rekordniveau. Die nun angedrohten Maßnahmen könnten die Situation nochmals deutlich verschärfen, warnt die IHK.

​Sollten die Zölle wie angekündigt auf sämtliche Ware erhoben werden, wären alle exportierenden Unternehmen betroffen – unabhängig von der Branche. Entsprechend groß sei die Verunsicherung in der regionalen Wirtschaft.

​Aktuell betrifft das als 250 Firmen aus Mainfranken, vor allem die Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau sowie die Bereiche Chemie und Pharma.

​Darüber hinaus könnten aber auch zahlreiche Zulieferbetriebe in Mitleidenschaft gezogen werden, die zwar selbst nicht direkt in die USA exportieren, aber enge Geschäftsbeziehungen zu entsprechenden Unternehmen haben, so die IHK weiter.

​Welche Folgen sind möglich?

​Was genau passieren wird, sei derzeit noch nicht absehbar. Klar ist jedoch: Strafzölle verteuern europäischen Waren auf dem US-Markt. Sinkende Absatz- und Umsatzzahlen wären die Folge – und damit auch geringerer Gewinn für Exporteure.

​Was ist jetzt besonders wichtig?

​Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen sei es entscheiden, dass die Europäische Union geschlossen auftritt, betont die IHK. Oberste Priorität müsste weiterhin die Entschärfung des Konflikts haben. Ein Handelskrieg würde letztlich allen Beteiligten schaden.

​Umso wichtiger seien die aktuellen Beratungen innerhalb der EU. Das erst kürzlich unterschriebene Mercosur-Abkommen sei ein erster wichtiger Beitrag, um die deutsche Wirtschaft internationaler besser zu vernetzen. ​

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