Marktheidenfeld: IG-Metall nennt Cummins-Aus wirtschaftlich unnötig

Es gibt für US-Motorenhersteller keine wirtschaftlichen Gründe, sein Werk in Marktheidenfeld-Altfeld zu schließen. Vertreter der IG Metall haben das bei einem Termin vor Ort am Dienstag noch einmal deutlich gemacht. Cummins sei ein international erfolgreiches Unternehmen und trage Verantwortung für die 350 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Altfeld.
Cummins hatte nach Angaben der IG Metall den Mitarbeitern im Sommer das Aus für den Standort Altfeld angekündigt. Aktuell laufen Gespräche zwischen Unternehmen, Betriebsrat und IG Metall um den Standort zu retten. Zum Zwischenstand will sich die Gewerkschaft nicht äußern.
Sollte das Unternehmen beim Aus für Altfeld bleiben, will die IG Metall Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag beginnen. Der würde unter anderem umgehend Streiks ermöglichen.
Unterstützung auch aus der Politik
Auch Main-Spessart-Landrat Christoph Vogel und Marktheidenfelds Bürgermeister Thomas Stamm hatten sich erst kürzlich hinter die Beschäftigten gestellt. Alternativen zu einem Stellenabbau müssten dringend geprüft werden. Neben Cummins will auch Schneider Electric in Altfeld rund 110 Stellen abbauen.
Zur Geschichte
Das Cummins Werk in Marktheidenfeld war erst zu Beginn der 2010er Jahre in Marktheidenfeld eröffnet worden. Ende 2023 war es um ein Testzentrum eingeweiht worden, in dem die Einhaltung von Emissionswerten geprüft wird. 2024 kam zudem noch eine Produktionslinie im Bereich E-Mobilität dazu.