Das Landgericht Würzburg lässt einen 24-Jährigen in der Psychiatrie unterbringen – er hatte in seinem Elternhaus in Himmelstadt eine Verpuffung ausgelöst. Dabei wurden seine Eltern, sein Bruder und er selbst teils schwer verletzt. Ein Gutachter bescheinigte: Der Mann leidet unter paranoider Schizophrenie und ist deshalb schuldunfähig. Dem schlossen sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung an. Der 24-Jährige äußerte sich in der Verhandlung nicht selbst zu den Vorwürfen, ließ aber die Tat von seiner Anwältin einräumen. Er sagte lediglich im Schlusswort, dass es ihm leid tue und er hoffe, dass ab jetzt alles besser werde. Der 24-Jährige hatte schon seit gut drei Jahren immer wieder Stimmen gehört. Im Juni vergangenen Jahres sollen ihm diese Stimmen befohlen haben: 'Jetzt reicht's. Brenn die Scheißhütte ab!'. Daraufhin kaufte er in einer nahe gelegenen Tankstelle 16 Liter Benzin und brachte es in den Keller seines Elternhauses. Dort übergoss er damit Akten und Kleidung und zündete alles an. Es kam zur Verpuffung, die die Kellerdecke herunterriss. Der Vater des Mannes, der sich zum Tatzeitpunkt im Erdgeschoss aufgehalten hatte, stürzte dadurch eine Etage tiefer. Das Haus wurde durch die Verpuffung so stark beschädigt, dass es abgerissen werden musste. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 275.000 Euro. Der 24-Jährige war nach einem Aufenthalt in der JVA bis zum Prozess im Bezirksklinikum Lohr untergebracht und wird seitdem medikamentös behandelt. Dadurch verbesserten sich seine Symptome zwar, verschwanden aber nicht vollständig.