Es ist ein riesiger Erfolg für die Würzburger Petition zur 'Heimatregelung': Bayern führt als erstes Bundesland ein Bleiberecht für Asylbewerber ein, die abgelehnt wurden, aber gut integriert sind. Und das wegen eines Vorstoßes aus Würzburg. Die Stadt hatte vergangenes Jahr im Landtag einen entsprechenden Antrag eingereicht. Alle Vorschläge und Kriterien wurden vom Innenministerium übernommen. Damit dürfen Asylbewerber ab dem kommenden Jahr in Bayern bleiben, wenn sie ohne eigenes Verschulden seit mehr als eineinhalb Jahren nicht abgeschoben werden konnten. Damit gibt der Freistaat diesen Menschen, auf Anregung Würzburgs, die Chance auf einen verlässlichen Status: Sie dürfen weiter arbeiten und erhalten eine dauerhafte Bleibeperspektive. Darüber freut sich vor allem Oberbürgermeister Christian Schuchardt: 'Die Aufnahme aller unserer Kriterien in die neuen Vollzugshinweise belegt, wie wichtig und richtig unser Vorstoß war', erklärte er. Sozialreferentin Hülya Düber sprach von einer 'Win-Win-Situation'. Man gebe Menschen mit hohem Integrationswillen so die dringend nötige Bleibeperspektive. Zudem könne die örtliche Wirtschaft dadurch Flüchtlinge ausbilden und damit einen wesentlichen Beitrag leisten, um den Fachkräftemangel zu reduzieren.