Wegen eines Überfalls auf einen Getränkemarkt in Marktheidenfeld stehen zwei Männer seit Dienstag vor Gericht. Gleich zu Beginn des Prozesses gestanden die Angeklagten die Tat. Einzig zur Tatwaffe gab es noch Ungereimtheiten: Laut der Aussage der beiden Männer war die Pistole nicht geladen, das wird jetzt noch untersucht. Die 19 und 20 Jahre alten Angeklagten gaben an, dass sie mit dem Überfall ihren Konsum von Dopingmitteln finanzieren wollten. Bei dem 20-Jährigen wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung größere Mengen Anabolika und weitere Muskelwachstumsmittel gefunden. Die beiden sollen im September 2018 zunächst einen Angestellten nach Ladenschluss bedroht und ihn gezwungen haben, den Tresor zu öffnen. Danach überschütteten sie ihn laut Anklage mit Vodka und drohten ihn anzuzünden, um an den Schlüssel für einen weiteren Tresor zu kommen. Bevor die Angeklagten den Getränkemarkt verließen, sollen sie noch an zwei Stellen Feuer gelegt haben - um Spuren zu verwischen. Ihr Opfer steckten sie im Hinterhof in einen Karton, dort sollte er bis 100 zählen. Der Gesamtschaden liegt bei rund 130.000 Euro, davon 10.000 Euro Beute. Das Urteil wird am 23. Juli erwartet.

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