Die Ermittlungen im Würzburger Kinderpornofall sind abgeschlossen. Das hat die Bamberger Staatsanwaltschaft am Montag bekanntgegeben. Jetzt wird Anklage gegen den beschuldigten Würzburger Logopäden erhoben. Der 37-Jährige soll sieben Jungen im Kindergartenalter missbraucht haben. Die Kinder sollen teilweise hochgradige geistige und/ oder körperliche Behinderungen haben. Insgesamt spricht die Staatsanwaltschaft von 78 Missbrauchsfällen, davon 45 Mal schwerer Missbrauch. Tatzeitpunkt war zwischen 2012 und März 2019. Der beschuldigte Logopäde soll immer ein Kind solange missbraucht haben, bis deren Behandlung beendet war. Gegen die betroffenen Einrichtungen wird nicht ermittelt. Sie hätten laut Staatsanwaltschaft nichts von den Vorfällen bemerken können. Während der Ermittlungen im Würzburger Fall sind insgesamt 23.000 kinderpornografische Bilder und Videos sichergestellt worden. Nur ein Bruchteil davon stammt von den Opfern des Würzburger Pädagogen. Deshalb soll die Staatsanwaltschaft jetzt gegen zehn weitere mutmaßliche Täter ermitteln.

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