Der Würzburger Kinderpornofall könnte einen Umbruch für die Polizeiarbeit einläuten. Ermittlungen in Kinderporno-Fällen sollen durch sogenannte Keuschheitsproben erleichtert werden, forderte Justizminister Eisenreich gestern bei der Staatsanwaltschaft in Bamberg. Keuschheitsproben sind nachgemachtes Kinderporno-Material. Das sei teilweise als eine Art Eintrittskarte notwendig um Zugang zu Internetportalen zu bekommen. Dort tauschen Täter kinderpornografisches Bilder- und Videomaterial aus. Bisher ist es Ermittlern nicht erlaubt, solches nachgemachte Kinderpornomaterial zu verwenden. Das will Justizminister Eisenreich bald ändern.

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