Die Stadt Würzburg muss den Gürtel enger schnallen. 2020 steht nicht mehr so viel Geld für Investitionen zur Verfügung. Wie Stadtkämmerer Robert Scheller am Donnerstag vorgestellt hat gibt es eine freie Finanzspanne von 14,7 Millionen Euro für Investitionen. In den letzten Jahren gab es schon höhere, aber auch niedrigere Werte. Vor allem sollen 2020 bereits angeschobene Projekte weiter finanziert werden. Dazu zählen der Umbau der alten Mozartschule, der Neubau des Quellenbachparkhauses und die Umfeld-Gestaltung der neuen Multifunktionsarena. Abgesehen von einem 3,3 Millionen-Kredit für Investitionen am Hubland will die Stadt aber ohne neue Schulden auskommen. Insgesamt sei die Haushaltsplanung schwierig, so der Kämmerer. Die Einnahmeerwartungen durch Steuern seien zwar gut, mehr Geld als im laufenden Jahr werde es aber wohl nicht werden. Der Kämmerer rechnet mit geringeren Gewerbesteuereinnahmen durch die allgemein schwächelnde Wirtschaft. Gleichzeitig erwarte er aber höhere Einnahmen durch die Einkommenssteuer. Ein großes Fragezeichen bliebe die Entwicklung der Geldzuweisungen vom Freistaat und dem Bezirk Unterfranken. Langfristig müsse die Stadt bei den Personalkosten eine Atempause einlegen. Die erreichen mit fast 160 Millionen Euro Rekordniveau und sind anteilig auch höher als allgemein empfohlen. Der Haushalt der Stadt Würzburg soll am 21. und 22. November im Stadtrat diskutiert und verabschiedet werden.

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