Im Prozess um die eingestürzte Schraudenbach-Autobahnbrücke auf der A7 bei Werneck hat es am Mittwoch eine Wende gegeben. Ein zweiter Gutachter entlastete den angeklagten Statiker und die beiden Prüfingenieure. Hätte man sich in der Ausführung an die Pläne des Statikers gehalten, wäre das Teilstück der Brücke nicht eingestürzt, erklärte der Professor für Bauingenieurwesen aus Kassel. Ein erstes Gutachten einer Weimarer Professorin am letzten Prozesstag hatte keine wirklichen Ergebnisse gebracht. Sie konnte nicht erklären, wo genau die Fehler begangen wurden, die zum Einsturz geführt hatten. Der Prozess gegen die drei Angeklagten hatte Anfang November begonnen. Dem Statiker und den beiden Ingenieuren wird fahrlässige Tötung beziehungsweise Körperverletzung vorgeworfen. Bei dem Einsturz des Teilstücks der neu gebauten Schraudenbach-Brücke waren vor dreieinhalb Jahren 14 Menschen in die Tiefe gerissen worden. Ein Arbeiter kam dabei ums Leben.

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