Die Würzburger Fußgängerzone wird weiter verschönert. Das hat der Umwelt- und Planungs-Ausschuss am Dienstagnachmittag beschlossen. So bekommen die Wilhelm- und Herzogenstraße neue Oberflächen. Beide Straßen sind Seitenstraßen der Eichhornstraße, die in den letzten Jahren neu hergerichtet wurde. Allerdings haben die Ausschussmitglieder noch eine Änderung vorgenommen: Die Wilhelmstraße sollte eigentlich mit dem gleichen hellen Granitstein wie die Eichhorn- und die Spiegelstraße gestaltet werden. Nun wird sie aber Betonsteine bekommen, die auch in der Herzogenstraße geplant sind. Zuletzt war das helle, neue Pflaster der Fußgängerzone stark kritisiert worden – es ist sehr schmutzanfällig. Die Kosten für die Umgestaltung betragen rund 1,8 Millionen Euro. Die Sanderstraße bleibt hingegen so, wie sie ist. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder lehnte eine Verkehrsberuhigung für die Straße mit viel Gastronomie und Geschäften ab. Die Stadt argumentiert unter anderem damit, dass die Sanderstraße Teil der Hauptradachse „Altstadt“ ist, durch die Verkehrsberuhigung hätten dann aber auch Radfahrer höchstens 7 km/h fahren dürfen. Die stünde dann Verbesserungen für den Radverkehr in der Stadt entgegen. Weiterer Grund für die ablehnende Haltung war zum Beispiel, dass durch eine Verkehrsberuhigung gesetzlich überall Kinderspiele erlaubt sind – direkt neben der Straßenbahnlinie sei das aber viel zu gefährlich. Die Veitshöchheimer Straße könnte künftig auf zwei Fahrspuren für Autos verengt werden. Ein Antrag der Grünen, die Gehwege zu verbreitern und dem Radverkehr eigene Fahrstreifen einzurichten, soll jetzt zumindest weiterverfolgt werden.

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