Es wird immer schwieriger Notarztschichten in Mainfranken zu besetzen. Gründe seien generell weniger Notärzte, gesteigerte Anforderungen an den Job und der Wunsch nach Work-Life-Balance. Im Landkreis Main-Spessart gibt es deshalb jetzt ein Pilotprojekt. Die Uniklinik Würzburg, die Kassenärztliche Vereinigung und der Zweckverband für Rettungsdienst ziehen an einem Strang: Ärzte der Uniklinik besetzen freiwillig Notarztdienste in Karlstadt und Marktheidenfeld. Das Projekt laufe erfolgreich seit drei Monaten. Bisher seien im Landkreis Main-Spessart immer rund 99 Prozent der Notarztdienste besetzt worden. Ältere Notärzte müssten hier aber entlastet und Ausfällen vorgebeugt werden. Den Ärzten des Uniklinikums biete sich durch das Pilotprojekt die Möglichkeit ihr Wissen in der Notfallmedizin zu festigen. Für die Unterbringung der Notärzte sei eine zumutbare Unterbringung in den jeweiligen Rettungswachen aber unabdingbar. Ob es in Zukunft noch weitere Kooperationen geben wird sei unklar. Der Rettungsdienst befinde sich an einem Wendepunkt: Das historisch gewachsene Netz an Rettungsstandorten werde zukünftig durch ein bedarfsorientiertes ersetzt.


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