Der Bayerische Ministerpräsident Söder hat den Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Das teilte er am Montagmorgen in München mit. Ziel der Maßnahme ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und dadurch die Belastung für das Gesundheitswesen zu reduzieren. Der Ausruf des Katastrophenfalls bringt erhebliche Einschränkungen, auch in Mainfranken, mit sich: - Veranstaltungen und Versammlungen sind ab Dienstag untersagt. Im privaten Rahmen dürfen sie aber stattfinden. Außnahmeregelungen können bei den jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden beantragt werden. Die Regelung gilt bis einschließlich 19. April. - Sämtliche Freizeiteinrichtungen werden ab Dienstag geschlossen. Darunter fallen unter anderem Kinos, Bars, Bäder, Sport- und Spielplätze, Tagungszentren, Clubs, Diskotheken Theater, Museen, Sporthallen, Fitnesstudios, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen, Thermen, Wellnesszentren, Bibliotheken, Sporthallen, Vereinsräume, Stadtführungen, Bordellbetriebe, Musikschulen und Jugendhäuser. Sie bleiben bis einschließlich 19. April geschlossen. - Der Einzelhandel wird stark eingeschränkt. Geöffnet bleiben aber: Der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien und Sanitätshäuser. Zudem weiter eingekauft werden kann bei Optikern, Hörgeräteakustikern, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf,in Bau- und Gartenmärkten und in Tankstellen. Nicht eingeschränkt wird zudem der Betrieb von Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel. Die Regelung gilt bis einschließlich 30. März. - Ab Mittwoch gelten für den Lebensmittelhandel neue Öffnungszeiten von sechs bis 22 Uhr. Zusätzlich dürfen die Geschäfte am Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet werden. Die Änderungen sollen bis einschließlich 30. März gelten. - Restaurants und Speiselokale bleiben ab Mittwoch nur noch von 6 bis 15 Uhr geöffnet. Danach dürfen sie nur noch Essen zum Mitnehmen oder Lieferservice anbieten. Während der Öffnungszeiten (also vor 15 Uhr) dürfen maximal 30 Gäste anwesend sein mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern. Dies gilt bis einschließlich 30. März. - Es gibt ein Hilfspaket der Staatsregierung in einer Gesamthöhe von 10 Milliarden Euro. Davon sollen unter anderem Bürger und Unternehmen profitieren. Dafür wird auch die Schuldenbremse in Bayern ausgesetzt. Für in Not geratene Betriebe, zum Beispiel aus dem Bereich der Gastronomie, soll es Soforthilfen in Höhe von 5.000 bis 30.000 Euro geben. - Auch der medizinische Bereich wird aufgestockt: Notfalltelefone sollen mit mehr Personal besetzt werden. Kapazitäten für Corona-Tests werden ausgeweitet. Alle Kliniken, auch nicht spezialisierte Krankenhäuser, sollen für die Behandlung von Corona-Patienten ausgestattet werden. Es soll zudem bayerweit ein Überblick über notwendige medizinische Ausrüstung geschaffen werden. - Die Stichwahlen am Sonntag, 29. März, werden nur per Briefwahl stattfinden. Die Briefwahlunterlagen werden von den jeweiligen Kommunen automatisch zugeschickt. (diese Meldung wird aktualisiert)

Quelle: BR24:

WEBRADIO STARTEN