Das Blindeninstitut in Würzburg fordert eine politische Kehrtwende. Unter dem Motto „Mehr-wert-als-ein-Danke“ setzt es sich gemeinsam mit 50 anderen Trägern der Sozialwirtschaft für bessere Arbeitsbedingungen, gerechteren Lohn und mehr Wertschätzung ein. Bis zum 1. Juni 2020 sollen in einer an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gerichteten Aktion 50.000 Unterschriften gesammelt werden. Konkret fordern die Sozialunternehmen eine an die erforderlichen Rahmenbedingungen angepasste Personalausstattung, damit mehr Zeit für und mit den pflegebedürftigen oder behinderten Menschen bleibt. Zudem wollen sie unter anderem eine deutliche Anhebung des Mindestlohns sowie eine Tarifbindung in der gesamten Sozialwirtschaft. Grundsätzlich muss der Wert des Arbeitens für und mit Menschen nachhaltiger in Politik und Gesellschaft verankert werden, so die Forderung des Blindeninstituts. Teilhabe, Inklusion, Solidarität und Gesundheit seien im Grundgesetz verankerte und nicht verhandelbare Werte. Die Petition ist unter www.mehr-wert-als-ein-danke.de noch bis Montag, 1. Juni 2020, online gestellt.

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