Erst soll an das bereits bestehende Frauenhaus des AWO Bezirksverbandes Unterfranken e.V. angebaut werden, danach beschäftigt man sich mit dem Bau eines neuen Frauenhauses im Landkreis. Das hat der Würzburger Kreisausschuss am Montag in einer Sondersitzung beschlossen. Dass es in Würzburg Bedarf für ein weiteres Frauenhaus geben könnte, zeigt auch die Einschätzung des Vereins Wildwasser zur Situation in der Corona-Krise. Demnach dürfte es während des Corona-Shutdowns in Würzburg vermehrt zu häuslicher und sexualisierter Gewalt gekommen sein. Besonders gelitten haben könnten neben Frauen auch Kinder. Davon geht der Verein Wildwasser aus, der sich gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen engagiert. Täter hätten es während der Ausgangsbeschränkung leicht gehabt, sich an ihren Opfern zu vergehen. Gleichzeitig wäre es für die Betroffenen fast unmöglich gewesen, sich Hilfe zu holen, so der Verein. In Würzburg seien während des Corona-Lockdowns nur sehr wenige Betroffene zu Beratungsgesprächen gekommen. Deshalb machte sich Wildwasser Sorgen. Mit den Lockerungen würden jetzt aber immer mehr Anfragen beim Verein eintreffen. Laut Verein sind Häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe immer noch ein Tabuthema, über das Betroffenen häufig schweigen. Wer Opfer ist oder einen möglichen Betroffenen kennt soll sich Hilfe suchen. Das geht beispielsweise bei Vereinen, wie Wildwasser. Telefonnummer: 0931/13287 Andere Hilfe-Telefone: Frauenhaus im SkF: 09 31/4500777, AWO-Frauenhauses: 09 31/619810.

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