Die Gewerkschaft der Polizei in Unterfranken reagiert fassungslos auf die Ausschreitungen von Stuttgart. Sie fordert nun ein klares Bekenntnis von Politik und Gesellschaft zur Polizei. „Es scheint als sei einiges aus den Fugen geraten“, so der Vorsitzende der GdP Unterfranken, Christian Schulz, ihm sei „Himmelangst“ angesichts der Vorkommnisse. Politiker sollten auf allen Ebenen nun zeigen, dass sie hinter der Polizei stehen. Manche Äußerungen, auch einzelner Medien, würden Öl ins Feuer gießen. Schulz sieht die Beamten mit einem latenten Vorwurf von Rassismus und Polizeigewalt konfrontiert. „Enthemmten Worten folgten enthemmte Taten“, so Schulz weiter. Deshalb sieht er kein Problem mit Polizeigewalt, sondern mit Gewalt gegen die Polizei. In der Nacht zum Sonntag waren rund 500 randalierende Personen durch die Stuttgarter Innenstadt gezogen, dabei wurden auch Beamte brutal angegangen. Kürzlich kam es auch bei einem Einsatz in Kitzingen zu Szenen, bei denen eine Gruppe Beamte attackierte und beistehende Personen die Polizisten bespuckten.

WEBRADIO STARTEN