Keine Strafe hat es für einen Pfleger des St. Josef Stifts heute vom Landgericht Würzburg gegeben. Das Verfahren gegen den Mann, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagt war, ist eingestellt worden. Das hat das Gericht auf Anfrage mitgeteilt. Demnach habe die Beweisaufnahme ergeben, dass der Pfleger nur eine sehr geringe Schuld am Tod der behinderten Frau trägt. Er habe diese weniger als zehn Minuten unbeobachtet gelassen und der Frau wie üblich die Anweisung erteilt, in die Dusche zu gehen. Die Behinderte soll stattdessen ein Bad genommen haben. Weil das Wasser in der Wanne so heiß war, erlitt die Frau starke Verbrühungen, einen Kreislaufkollaps und ertrank letztendlich. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben der Einstellung des Verfahrens zugestimmt. Auch die Mutter der verunglückten Behinderten sprach sich laut Gericht dafür aus.

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