In Bayern sollen nach den Sommerferien auch ungelernte Kräfte in den Schulen unterrichten. Das kritisiert der Unterfränkische Lehrer- und Lehrerinnenverband (ULLV) jetzt. Den vorhandenen Lehrkräften sogenannte „Teamlehrer“ zur Unterstützung an die Seite zu stellen, sei undurchdacht. Besonders fachfremden Kräften würde die Erfahrung im Umgang mit Schülern fehlen. Zudem sei es problematisch innerhalb von sechs Wochen genügend „Teamlehrer“ zu finden und alles notwendige zu organisieren. „Teamlehrer“ kann werden, wer einen Hochschulabschluss hat, Lehramt im höheren Fachsemester studiert oder studiert hat, aber noch nicht im Beruf arbeitet. Diese sollen beispielsweise den Präsenzunterricht von Corona-Risiko-Lehrern übernehmen. Hintergrund der „Teamlehrer“-Strategie ist die Belastungsprobe der bayerischen Schulen durch die Corona-Situation. Um Abhilfe zu schaffen, hat Kultusminister Piazolo folgendes Konzept für das neue Schuljahr vorgestellt: An Bayerns Schulen sollen 1.600 neue Lehrer eingestellt werden. Außerdem sollen 1.000 neue Lehrstellen für Verbesserungen (beispielsweise IT) geschaffen, 800 Teamlehrer und 200 pensionierte Lehrer den Unterrichtsbetrieb unterstützen.

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