Nachdem sich 174 Erntehelfer auf einem Bauernhof im niederbayerischen Mamming mit Corona infiziert haben, soll die Situation von Erntehelfern in ganz Bayern in den Fokus rücken. So soll es verstärkte und häufigere Kontrollen aller Landwirtschaftsbetriebe in Bayern geben. Diese könnten Tag und Nacht und ohne Vorankündigung stattfinden. Kontrollieren sollen das Gesundheitsamt, das Gewerbeaufsichtsamt und Verantwortliche der Landwirtschaft gemeinsam. Zudem soll es künftig für alle Erntehelfer verpflichtende Corona-Tests geben. Der Grund: In Mamming bestand offenbar ein Hygienekonzept, gegen welches aber verstoßen wurde. Um die Betriebe zu motivieren, sich noch besser an die Corona-Auflagen zu halten, werden die Bußgelder für Betriebe verfünffacht - von 5.000 auf 25.000 Euro. Besonders wichtig seien Corona-Tests jetzt auch zum Start der Sommerferien in Bayern. Nur durch noch mehr Corona-Tests könne man erneute, große Virus-Ausbrüche vorbeugen. Deshalb soll es künftig verpflichtende Corona-Tests an den Flughäfen für Urlaubsrückkehrer geben. Um Tests verpflichtend zu machen, müsse aber erst ein entsprechendes Gesetz geschaffen werden. Zudem sollen die Risikogebiete europaweit erneut überprüft werden und wenn nötig auch ausgeweitet werden. Urlaubsrückkehrer sollen zudem an Bayerns Grenzen die Möglichkeit bekommen, sich auf das Virus testen zu lassen. Auch an Bahnhöfen, beispielsweise in Nürnberg und München, möchte Söder Corona-Teststellen aufbauen. Generell appelliert der bayerische Ministerpräsident an die Bevölkerung, sich weiter vernünftig zu verhalten und sich an die Corona-Regeln zu halten. Das gelte sowohl für Quarantänezeiten als auch für private Feiern und den Urlaub.

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