Sie hatte ihren Säugling geschüttelt – er kämpft mit bleibenden Schäden. Jetzt hat das Landgericht Würzburg eine 30-jährige Mutter aus dem Raum Gemünden zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Frau hatte zunächst – womöglich aus Verdrängung – bestritten, ihren Sohn zweimal stark geschüttelt zu haben, als er nicht aufhörte zu weinen. Sie habe den Säugling lediglich geschaukelt. Als das Gericht erklärte, dass dies nicht die Ursache für die schweren Hirnverletzungen sein könnte, räumte die Frau ein heftigeres Schütteln ein. Eine Erklärung für ihr Verhalten konnte die Frau nicht liefern. Der heute zweieinhalb Jahre alte Junge hat durch das Schütteln schwere Hirnschäden erlitten und wird in seiner Entwicklung längerfristig hinterherhinken. Das Kind lebt derzeit in einer Pflegefamilie.

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