Der Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) steht vor der größten Tarifreform in seiner Geschichte. Ab 1. August treten mehrere Neuerungen in Kraft. Fahrten werden dadurch teils günstiger, auch wenn die Preise insgesamt im Schnitt um 3,32 Prozent steigen. Die größte Neuerung ist, dass für rund 65.000 mainfränkische Azubis und Schüler jetzt das 365-Euro-Ticket verfügbar ist. Das heißt: Sie können für einen Euro pro Tag Bus, Bahn und Straßenbahn in der Region fahren. Das neue Ticket stelle laut Bayerns Verkehrsministerin Schreyer eine enorme Entlastung für die jungen Menschen dar. Gleichzeitig könne es eine Chance sein, Azubis und Schüler für den öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. Auch FSJler, Bundesfreiwilligendienstleistende und Beamtenanwärter können das 365-Euro-Ticket kaufen. Durch dessen Einführung rechnet der Verkehrsverbund Mainfranken mit fehlenden Einnahmen in Höhe von knapp drei Millionen Euro. Diese sollen zu zwei Dritteln vom Freistaat und zu einem Drittel von den drei Landkreisen abgefedert werden. Eine wesentliche Änderung ist, dass die Unterscheidung zwischen Großwabe und den restlichen Tarifwaben wegfällt. Dadurch werden Fahrten aus oder in die Großwabe Würzburg günstiger. Eine Fahrt von Estenfeld nach Würzburg kostet künftig zum Beispiel nur noch 2,50 Euro anstatt 3,70 Euro. Die Preise für Einzel-, 6er- und Tageskarten steigen insgesamt an. Für Nutzer des ÖPNV in Würzburg-Stadt sinken die Preise aber teilweise. Ziel der Tarifreform ist es, die Mainfranken zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen.

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