Seit Tagen treten in der Region Würzburg wieder vermehrt neue Corona-Fälle auf. Noch ist unklar, ob schon die zweite Infektionswelle im Anmarsch ist. Dennoch bereitet man sich vorsorglich auf diesen Fall vor. Stadt und Landkreis sind nach eigenen Angaben gerade dabei ein Konzept zu entwerfen, um im Notfall schnell und gezielt reagieren zu können. Dafür werte man derzeit die Erfahrungen der letzten fünf Monate aus, heißt es. Noch in Planung ist zudem ein gemeinsames Materiallager von Stadt, Landkreis und Uniklinik. So soll die Region bei Bedarf mit allen notwendigen Schutzartikeln versorgt werden können. Insgesamt sehen sich die Verantwortlichen derzeit gut auf eine mögliche zweite Corona-Welle vorbereitet. Auch die Uniklinik Würzburg steckt mitten in den Vorbereitungen. Einmal pro Woche bewertet ein Expertenteam dort die aktuelle Lage. Sollten viele Corona-Patienten auf einmal in das Klinikum eingeliefert werden, könnte das Krankenhaus innerhalb von zwei Tagen die Hälfe aller Intensiv-Betten freimachen. Dann stünden auch insgesamt 160 Beatmungsplätze bereit. Das sind ungefähr doppelt so viele wie zu Beginn der Pandemie im März. Unterdessen gibt es aber auch noch Klärungsbedarf von Seiten der Uniklinik: So gebe es noch keine endgültige Absprache zur Ausstattung mit benötigtem Material – etwa Schutzkitteln oder Schläuchen für die Beatmungsgeräte. Medikamente würden teilweise an der Uniklinik zwar selbst hergestellt, aber die Rohstoffe dafür müssten bereitgestellt werden.

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