Die Aufstiegsfeier der Würzburger Kickers am Rathaus hat kein juristisches Nachspiel für Oberbürgermeister Schuchardt und seine Kollegen. Nachdem anonym Anzeige wegen Nichteinhaltung der Corona-Hygieneregeln erstattet worden war, gibt es jetzt Entwarnung von der Regierung von Unterfranken. Die Stadt habe im Vorfeld der Veranstaltung ein ausgearbeitetes und den Vorgaben entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept erstellt, heißt es in einer Stellungnahme. Unter anderem sei einer der darin aufgeführten Punkte gewesen, wo möglich, einen Mindestabstand zu halten. Auch wurde das Tragen eines Mundschutzes empfohlen. Damit sei die Stadt Würzburg den rechtlichen Vorgaben nachgekommen, so die Regierung. Man könne keine Ordnungswidrigkeit erkennen, wenngleich dieses Konzept nur lückenhaft umgesetzt wurde. Dass der Mindestabstand – wie auf einem veröffentlichten Gruppenfoto ersichtlich – nicht eingehalten wurde und keine Masken getragen wurden, sei aber kein Straftatbestand, nach dem ein Bußgeld erfolgen müsste. Auf diese Entscheidung der Stadt hat Oberbürgermeister Schuchardt bereits reagiert und einen Fehler eingeräumt. Er erklärte, dass man sich nicht automatisch im Recht befände, nur weil ein Bußgeldkatalog nicht greife. Deshalb werde er zusammen mit Klimabürgermeister Heilig und Bürgermeisterin Jörg der Würzburger Bahnhofsmission eine private Spende in Höhe von 500 Euro zukommen lassen. Die mit ihm angezeigten Vertreter der Stadt und er hätten ihre Lektion gelernt – Corona mache keine Verschnaufpause oder Ferien, deshalb müsse man gemeinsam achtsam bleiben, so Schuchardt.

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