Das Aufspüren von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ist für das Gesundheitsamt in Würzburg teilweise sehr schwer. Das hat Leiter Johann Löw jetzt mitgeteilt. Vor allem bei jungen Leuten sei die Nachverfolgung der Kontakte häufig ein Problem. Der Grund: Diese sind besonders viel unterwegs – mal auf der Arbeit, mal beim Treffen mit Freunden oder bei einer Feier. Oft wüssten Corona-Infizierte auch gar nicht wo sie in letzter Zeit waren und mit wie vielen Menschen sie in Kontakt standen. Wird eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, zieht das im Gesundheitsamt einen Berg Ermittlungsarbeit nach sich. Dann müssen die sogenannten Contact-Tracer – also Kontaktermittler – herausfinden mit wem der Infizierte in einem zuvor festgelegten Zeitraum in Kontakt stand. Das dauert häufig sehr lange, wenn beispielsweise keine Kontaktdaten vorliegen oder Personen nur flüchtig bekannt sind. Die Corona-Warn-App hilft bei der Suche von Kontaktpersonen laut Johann Löw nicht. Sie sei eher dafür da, gewarnte Leute zum Test zu bewegen. Aber auch das passiere in Würzburg ganz selten.

WEBRADIO STARTEN