Schweinfurt: Urteil gegen Atomkraft Aktivist vertagt

 — © Foto: PreussenElektra GmbH, Johannes Kiefer
Foto: PreussenElektra GmbH, Johannes Kiefer

Das Berufungsverfahren gegen einen 38-jährigen Aktivisten vor dem Landgericht Schweinfurt geht in die Verlängerung. Entgegen den Erwartungen fiel am Mittwoch noch kein Urteil. Der Grund: Zeugen haben gefehlt. Deshalb hat die Kammer einen weiteren Termin angesetzt: am 11. Mai.  

Angeklagter sieht sich im Recht
Der studierte Chemiker hatte im August 2024 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, als er kurz vor der geplanten Sprengung der Kühltürme des AKW Grafenrheinfeld auf einen Strommast kletterte. Die Aktion sorgt für eine Verzögerung von etwa 90 Minuten. 

Das Amtsgericht Schweinfurt hatte ihn deshalb bereits wegen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt – dagegen ging der 38-Jährige aber in Berufung. 

Vor dem Landgericht zeigte sich der 38-Jährige am Mittwoch uneinsichtig. Er rechtfertigte seine Aktion mit dem Protest gegen den Atomausstieg und verwies auf Umfragen, nach denen eine Mehrheit der Deutschen für Kernkraft sei. Die Vorsitzende Richterin entgegnete jedoch, dass politische Ansichten keinen Bruch des Hausrechts rechtfertigen würden. 

Zivilklage steht noch aus
Gegen den Mann läuft neben dem Verfahren am Landgericht Schweinfurt noch eine weitere Sache:  Der Kraftwerksbetreiber Preussenelektra fordert von dem 38-Jährigen wegen der Verzögerung 7.000 Euro Schadenersatz.  

Ein Termin für diesen Prozess steht noch nicht fest.

Das könnte Dich auch interessieren

Foto: Theresia Burkert, Bayernwerk Netz GmbHUnterfranken: 170 Millionen für das StromnetzDer Netzbetreiber Bayernwerk stellt das Stromnetz in Unterfranken für die Zukunft auf. Man sei jetzt in der zweiten Hälfte des Netzausbaus angelangt, hieß es bei einem Pressetermin. In diesem Jahr investiert Bayernwerk 170 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in der Region. Das Netz soll fit für die Zukunft gemacht werden, Foto: Pixabay.comUnterfranken: Zahlreiche verkaufsoffene Sonntage in der RegionIn der Region beginnt die Saison der verkaufsoffenen Sonntage im Herbst. In zahlreichen Städten und Gemeinden haben die Geschäfte an diesem Sonntag geöffnet. In der Region Main Rhön ist in Haßfurt, Bad Kissingen und Bad Neustadt verkaufsoffen. In Mainfranken nehmen Kitzingen, Volkach, Karlstadt und Frammersbach teil. Die Tradition der verkaufsoffenen Sonntage im Herbst rührt daher, Foto: Pixabay.com /Thomas G.Unterfranken: Eine Million Euro für zusätzliche BetreuungsplätzeBayern baut die Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder aus. In der Region sollen dafür insgesamt mehr als eine Million Euro investiert werden. Hintergrund ist der seit diesem Schuljahr geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der schrittweise bis 2029 auf alle Grundschulklassen ausgeweitet wird.  Ein Großteil des Geldes fließt in den Landkreis Bad Kissingen. Dort entsteht in Nüdlingen mit einem topnewsFoto: pixabay.comUnterfranken: ADAC rechnet mit vollen AutobahnenAuf den Autobahnen in der Region könnte es an diesem Wochenende noch einmal richtig voll werden. Der ADAC spricht von Reiseverkehr fast auf Sommerferien-Niveau. Auslöser die Herbstferien in insgesamt 14 Bundesländern. Teilweise beginnen die Ferien erst, teilweise gehen sie zu Ende. Fünf Bundesländer starten in die zweite Ferienwoche. Daher sind A3 und A7 sowohl in
expand_less