Thüngersheim: Suedlink-Baustelle nimmt Betrieb auf

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Eigentlich sollten bei Thüngersheim schon seit dem Spätherbst Leerrohre für die Stromautobahn Suedlink verlegt werden. Doch bisher hat sich auf der Baustelle direkt neben der B 27 nichts getan.

Anfang der Woche wird jetzt die tonnenschwere Bohrmaschine angeliefert. Sie muss vor Ort noch eingerichtet werden. Mit dem Spülbohrverfahren werden dann die mehrere hundert Meter langen Leerrohre verlegt.

Die Verzögerung hat vor allem logistische Gründe. In den letzten Wochen wurde erst noch ein Bauabschnitt des Suedlink bei Altertheim fertiggestellt. Dann sorgte das Winterwetter für Verzögerungen. Insgesamt sei der Suedlink in der Region aber weiter im Zeitplan, so Netzbetreiber TenneT. Ein Tausch von Einzelmaßnahmen im Rahmen eines größeren Bauabschnitts sei kein Problem.

Die Suedlink-Baustelle bei Thüngersheim ist eine der größten in der Region. Für den Suedlink wird üblicherweise per Bagger ein rund eineinhalb Meter tiefer Graben ausgehoben. In Thüngersheim geht das nicht.

Zum einen muss der Suedlink hier unter B 27, Bahnlinie und Main durch, zum anderen werden mehrere hundert Meter Weinberge unterquert, um die Rebstöcke nicht zu beschädigen. Mit dem Spülbohrverfahren werden die Leerrohre für den Südlink dabei bis zu 60 Meter unter der Erdoberfläche verlegt.

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