Würzburg / Schweinfurt: Mainfrankens Wirtschaft schöpft wieder Hoffnung

Hat die Trendwende in der mainfränkischen Wirtschaft begonnen? Erstmals seit vier Jahren schöpfen die Unternehmen in der Region wieder etwas Hoffnung – das teilt die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt jetzt mit.
Grund dafür ist, dass die Auftragslage langsam besser wird. Jedes vierte Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit einer Verbesserung der Geschäftslage – so viele wie seit Jahren nicht mehr – obwohl die aktuelle Konjunktur noch schwach ist.
Besonders erhoffen sich die Firmen mehr Nachfrage aus dem Inland, nicht zuletzt durch staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Gleichzeitig rechnen viele Unternehmen damit, dass die Exporte wieder anziehen und ihre Produkte in fast alle Auslandsmärkte verkauft werden.
Die IHK betont jedoch, dass für eine vollständige Erholung noch weitere Maßnahmen nötig sind, etwa niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen.
Trotzdem sieht die Kammer große Chancen für die Region. Schweinfurt bewirbt sich derzeit im Rahmen einer europäischen Initiative für eine hochmoderne KI-Gigafabrik auf dem Gelände der Conn Barracks – die Chancen, ausgewählt zu werden, stehen gut.
Außerdem soll Mainfranken in der Raumfahrt durchstarten: Im Netzwerk „Mainfranken NewSpace“ arbeiten Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen gemeinsam an Kleinsatelliten und modernen Raumfahrttechnologien. Unterstützt wird das Projekt von der IHK, der Universität Würzburg, der THWS, der Stadt Würzburg und dem Fraunhofer-Institut.
Zudem wurde das neue „Netzwerk Defence“ ins Leben gerufen, das Unternehmen unterstützt, die in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie aktiv werden wollen. Dabei sollen Firmen, Bundeswehr, Politik und Behörden zusammengebracht werden, um Ideen auszutauschen und gemeinsame Projekte voranzubringen.