Würzburg: Nach Sabotage an Biogasanlage – Bewährungsstrafe

Statt Gefängnis gibt’s eine Bewährungsstrafe – ein 38-jähriger Mann ist am Dienstag vom Landgericht Würzburg verurteilt worden, weil er eine Biogasanlage sabotiert und so eine Flut von Gärresten verursacht haben soll.
Im Berufungsprozess ist der Angeklagte nun zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden – allerdings zur Bewährung. Das hat das Landgericht auf Anfrage mitgeteilt.
Dazu muss er monatlich 250 Euro an die Geschädigten zahlen und den Schaden damit wiedergutmachen.
Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
In einem ersten Prozess ist der ehemalige Mitarbeiter der Biogasanlage zu einer Haftstrafe von etwa zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Dagegen waren sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung vorgegangen.
Zum Hintergrund
Im Februar 2022 flossen etwa eine Million Liter Gärreste aus der Biogasanlage im Reichenberger Ortsteil Fuchsstadt.
Die Masse hatte sich dann ihren Weg in Richtung Würzburg-Heidingsfeld gebahnt und so beinahe das Trinkwasser verunreinigt. Die Einsatzkräfte konnten aber unterhalb der Y-Spange einen Damm bauen und die Flut so in ein Regenüberlaufbecken umleiten.