Würzburg: Oberbürgermeister überrascht von Galeria-Insolvenz

Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet. Von diesem Schritt zeigt sich Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig sehr überrascht. In den vergangenen Wochen habe es mehrere Gespräche mit der Unternehmensleitung über den Standort Würzburg gegeben. Dabei sei eine Insolvenz nie ein Thema gewesen. Um so überraschter sein man nun, davon aus den Medien zu erfahren.
Jetzt kämpfe man nicht einzig und allein für die Zukunft des Standorts Würzburg, sondern stehe mit der Insolvenz des ganzen Konzerns vor einer noch größeren Herausforderung.
Zudem will der OB mit der Filialleitung von Galeria Kaufhof in Würzburg und dem Personalrat in den Austausch gehen.
Wie berichtet steht die Zukunft des Kaufhofs in Würzburg bereits sei Juli auf der Kippe. In den bisherigen Gesprächen sei aber erreicht worden, dass Würzburg in eine Potentialanalyse für einzelne Standorte aufgenommen wurde – das hatte man bislang als Hoffnungsschimmer wahrgenommen.
Heilig geht davon aus, dass nun das Weihnachtsgeschäft wegweisen werden wird, wie sich Galeria für die Zukunft aufstellen kann.
Hintergrund
Am Freitag hatte die Warenhauskette Galeria erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb in den noch 83 Filialen soll vorerst weitergehen, so der Konzern. Für die rund 12.000 Beschäftigten heißt das: Ihr Arbeitsplatz ist in Gefahr. Zu den Hintergründen hat Galeria keine Angaben gemacht. Es ist bereits der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren.