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1. Sinfoniekonzert

13.10.2022, 20:00 Uhr in Kunst & Kultur

Giorgio Battistelli „Sciliar“
Alberto Ginastera Konzert für Harfe und Orchester op. 25
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 in F-Dur op. 68 („Pastorale“)

Schon immer galten Berge als magische, göttliche Orte, die Himmel und Erde miteinander verbinden. Der italienische Komponist Giorgio Battistelli widmete seine 2012 entstandene Komposition „Sciliar“ dem gleichnamigen Berg in den Südtiroler Dolomiten. „Sciliar“ behandelt die Eindrücke, die der Berg im Menschen hervorruft, wobei diese Naturerfahrungen den Weg zum eigenen Selbst ebnen. Battistelli beschreibt es als „die musikalische Vision eines mythischen und autobiografischen Topos, in dem das Ohr und das Auge nach dem Göttlichen suchen (…)“. Mehr als 200 Jahre zuvor schrieb Ludwig van Beethoven seine 6. Sinfonie, die „Pastorale“, in der auf ähnliche Weise die Empfindungen eines städtisch geprägten Menschen in der Natur nachgestaltet werden. Dabei sind beide Werke nicht als reine musikalische Nachzeichnungen der Natur zu verstehen – auch wenn in der „Pastorale“ das Plätschern eines Baches, Vogelgezwitscher und Gewitter in der Musik nicht zu überhören sind. Es geht vielmehr darum, die Stimmungen, die die Natur auf den Betrachter ausübt, durch die Musik darzustellen. „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“, notierte Beethoven in der Partitur. Diese Anweisung lässt sich ebenso auf Battistellis Komposition übertragen. Zwischen beiden Werken steht das 1965 uraufgeführte Harfenkonzert von Alberto Ginastera, welches sich mit seinen vom argentinischen Malambo inspirierten Rhythmen und den folkloristischen Elementen der „Pastorale“ verbindet.

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