Es klingt schon beinahe absurd, doch in den kommenden Tagen – um genau zu sein am 15. Juli – ist es tatsächlich so weit: Die World Series of Poker geht mit ihrem 78. und somit letzten Turnier des gesamten Events in die heißestes Phase des Poker-Jahres 2018, denn der „The Big One for One Drop 2018“ steht bevor. Was das bedeutet? Nun, im Grunde genommen blicken wir auf ein ganz normales Poker-Turnier in der Variante No Limit Hold’em. Allerdings mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Buy-In für jeden Spieler bei unglaublichen 1 Millionen US-Dollar liegt. Somit stellt dieses Event das teuerste Pokerturnier des Jahres 2018 dar.

Hintergrund

Die World Series of Poker ist ein jährlich veranstaltetes Pokerturnier, welches zahlreiche Einzelturniere innerhalb des sieben-wöchigen Event-Zeitraums veranstaltet. Darunter sind unter anderem auch das Weltmeisterschafts-Turnier sowie das „The Big One for One Drop“, die unter den anderen insgesamt 78 veranstalteten Austragungen die Hauptevents sind. Diese beiden Veranstaltungen können übrigens auf ESPN sowie Poker Central live im Internet verfolgt werden.
Die WSOP wird bereits seit 1970 veranstaltet, und erfreut sich pro Jahr mit immer steigender Teilnehmerzahl. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Rio All Suite Hotel and Casino in Las Vegas, Nevada. Das Turnier begann am 30. Mai und endet am 17. Juli, wobei das Hauptevent vom 2. bis zum 14. Juli geht.

Wer darf bei der WSOP mitspielen?

Wer glaubt, dass bei der WSOP lediglich Profi-Spieler am Werk sind, der täuscht sich. Schließlich kann sich theoretisch jeder für die unterschiedlichen Turniere auf WSOP einschreiben und registrieren. Dafür muss der Spieler lediglich die geforderten Buy-Ins entrichten, die beim jeweiligen Wettkampf anfallen. Diese unterscheiden sich in ihrer Höhe enorm, und reichen so von 365 bis hin zu einer Millionen US-Dollar. Aus diesen Buy-Ins ergeben sich sodann die Preisgelder für die einzelnen Gewinner, wobei oft schon ein Platz in den besten 100 genügt, um sich ein Preisgeld zu sichern.
Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, diese hohen Buy-Ins zu umgehen. So bieten heutzutage bekannte Pokerseiten und Pokerräume auf Ihrem Online Poker Auftritt beispielsweise Turniere an, bei denen man Wildcards für gewisse Events im Zuge der WSOP gewinnen kann. Qualifiziert man sich für ein derartiges Ticket, werden Buy-In sowie Transport und Unterbringung komplett übernommen. Doch auch per Auslosung kann man sich derartige Pakete sichern. Bereits im Jahre 2003 konnte sich der spätere Weltmeister Chris Moneymaker eine derartige Wildcard sichern, er ist wohl das prominenteste Beispiel einer derartigen Teilnahme.

Die Geschichte vom „The Big One For One Drop”

Wie bereits erwähnt, ist dieses Turnier im Zuge der WSOP das weltweit teuerste Pokerturnier und erfordert einen Buy-In von einer Millionen Euro. Dieser hohe Betrag bedingt natürlich, dass sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den anderen Turnieren stark reduziert.
Das Event wurde im Jahre 2012 zur WSOP hinzugefügt, und stellt seither den größten Betrag dar, der während eines einzelnen Turniers an Spieler ausgezahlt wird. Das Hauptmerkmal dieses Events ist jedoch, dass es einen gemeinnützigen und wohltätigen Hintergrund hat. Guy Laliberté, Gründer des Turniers und gleichzeitiger Vorstand der One Drop Foundation, rief das Turnier ins Leben, um bis zu 111.111 US-Dollar von jedem Preisgeld einzubehalten, um dieses für karitative Zwecke zu nützen. Seine Stiftung widmet sich dabei hauptsächlich der Bereitstellung und dem Zugang von sauberem Trinkwasser in Krisengebieten dieser Erde.
Dieses Jahr wird dieses Eine-Millionen-Dollar-Event in seine dritte Runde gehen, nachdem es 2012 und 2014 bereits bei der WSOP an den Start gegangen war. In den Jahre dazwischen wurden ähnliche Formate gespielt, die jedoch kleinere Buy-Ins (meist 111.111 USD) hatten.
Im Jahre 2012 konnte der Iraner Antonio Esfandiari den höchsten Betrag gewinnen, der je bei einem Poker-Turnier ausbezahlt wurde. Dieser betrug 18.346.673 US-Dollar.

Wie viele Spieler werden dieses Jahr erwartet?

Dieses Jahr liegt die Obergrenze bei diesem Turnier bei 48 Spielern. Aufgrund des unglaublich hohen Buy-Ins sind nur wenige Spieler dazu bereit, bei diesem Format teilzunehmen. Bisher haben jedoch bereits 15 Spieler ihre Platzreservierung öffentlich gemacht, darunter sind auch vier Deutsche:

  • Steffen Sontheimer
  • Rainer Kempe
  • Dominik Nitsche
  • Christoph Vogelsang

Vogelsang belegte bereits im Jahr 2014 im Zuge dieses Formats den dritten Rang und ging mit einem Preisgeld von 4.480.001 USD nach Hause.
Die restlichen Spieler wurden noch nicht namentlich genannt, allerdings sollen sich neben den bisher 22 registrierten Profi-Spielern auch 8 Geschäftsmänner unter den Teilnehmern befinden.

Wie viel Geld wird der Sieger in diesem Jahr mit nach Hause nehmen?

Sollten alle 48 Teilnehmerplätze belegt sein, so kann mit einem ähnlichen Preisgeld wie im Jahre 2012 gerechnet werden, als der erste Sieger über 18 Millionen US-Dollar mit nach Hause nahm. Darüber hinaus wurde bereits bekannt gegeben, dass vom diesjährigen Buy-In von einer Millionen Dollar 80.000$ an die Stiftung gehen.
Insgesamt stellt dieses Turnier mit Sicherheit ein sehr großes Risiko für den Spieler dar, da lediglich die ersten acht Plätze mit einem Preisgeld versehen sind. Auch das Verhältnis von Einzahlung und möglichem Gewinn ist für den Spieler insgesamt eher nachteilig, da er bis zum sechsten Platz lediglich auf einen Gewinn blickt, der ein Bruchteil seines Einsatzes ist. In absoluten Zahlen sieht die Welt jedoch schon wieder anders aus, schließlich hat man die Chance auf einen Gewinn von über 15 Millionen Dollar, und da das Teilnehmerfeld sehr klein ist, trauen sich dennoch einige an das Turnier heran.

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