Würzburg: Blutiger Streit um Zigaretten – 38-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Ab Dienstag muss sich ein 38-Jähriger wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Hintergrund der Tat soll ein Streit um Zigaretten und Tabak gewesen sein.
Ihm wird vorgeworfen, im März 2025 in einer Asylunterkunft in der Veitshöchheimer Straße mit einem Messer auf seinen Zimmernachbarn losgegangen zu sein und zugestochen zu haben.
Zuvor soll der 38-Jährige an dem Zimmer seines späteren Opfers geklopft haben. Als sein Nachbar aufmachte, soll er ihn sofort in sein Zimmer geschoben und Tabak und Zigarettenpapier gefordert haben.
Der Mann übergab ihm etwas – Filter wollte er allerdings nicht rausgeben. Laut Anklage verließ der 38-Jährige das Zimmer und drohte seinem Opfer dabei.
Anschließend sollen sich beide auf dem Flur getroffen haben. Der Anklagte hielt laut Staatsanwaltschaft ein Messer mit einer 9cm Klinge in der Hand – und stach zu. Nur ganz knapp wurden Herz und Lunge verfehlt.
Als der Angeklagte ein zweites Mal zustechen wollte, konnte das Opfer ihn aber wegdrücken. Laut Anklage schwebte der Bewohner in akuter Lebensgefahr.
Nur weil der Sicherheitsdienst sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet hat, überlebte er.
Nach dem Angriff soll der Angreifer in das Zimmer seines verletzten Nachbarn gegangen sein und mehrere Zigaretten mitgenommen haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte er bei der Tat etwa 2,7 Promille.