Würzburg: Gesundheitsdaten werden zur Forschung freigegeben

Patientendaten der Uniklinik Würzburg sollen künftig verstärkt für die Forschung genutzt werden können. Dafür startet der Freistaat in diesem Jahr die Plattform „Bavarian Health Cloud“, an der sich alle sechs bayerischen Unikliniken beteiligen.
Die Cloud soll ermöglichen, dass Milliarden an anonymisierten Daten wie Diagnosen, Medikation und Laborwerte für Wissenschaft und Industrie bereitgestellt und genutzt werden können. Dabei können Patienten selbst entscheiden, ob die Klinik ihre persönlichen Informationen nutzen darf oder nicht.
Ziel ist es, dass Wissenschaftler Informationen schneller für die medizinische Forschung und Patientenversorgung nutzen können. Damit sollen dann Therapien weiterentwickelt oder neue Behandlungsmethoden erarbeitet werden, die genau auf den Patienten zugeschnitten werden. So soll die Versorgung insgesamt verbessert werden.
Die Sicherheit der Daten steht an oberster Stelle, so die Uniklinik. Alle Informationen sollen datenschutzkonform und sicher gespeichert werden – das heißt, sie können nicht mehr bestimmten Personen zugeordnet werden.
Bei der Auswertung sollen die Wissenschaftler auch von Künstlicher Intelligenz unterstützt werden.
Der Freistaat plant, rund 25 Millionen Euro in die Plattform zu investieren, die sich dann komplett in bayerischer Trägerschaft befindet.
Die erste Version der Cloud soll bis Ende des Jahres an den Start gehen, so das Bayerische Gesundheitsministerium.