Würzburg: Hohe Spritpreise – Studie warnt vor falschen Entlastungen

Seit Beginn des Iran-Kriegs geht Tanken so richtig ins Geld, weil die Ölpreise weltweit stark gestiegen sind. Viele Autofahrer in der Region spüren das direkt an der Zapfsäule und fordern deshalb Entlastungen durch den Staat. Aktuell wird daher über Maßnahmen wie Steuersenkungen oder finanzielle Hilfen diskutiert.
Doch eine neue Studie, an der auch die Universität Würzburg beteiligt war, zeigt: Solche Maßnahmen sollten gut überlegt sein. Zwar können sie kurzfristig helfen, die hohen Preise abzufedern, langfristig können sie jedoch auch Nachteile haben.
Denn immer dann, wenn der Staat einspringt und die Preise künstlich niedrig hält, haben viele Menschen weniger Anreiz, Energie zu sparen oder auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen – etwa auf E-Autos. So bleibt Deutschland weiterhin abhängig von fossilen Energien wie Öl und Gas aus dem Ausland, was das Risiko für zukünftige Krisen erhöht.
Außerdem sind diese Hilfen sehr teuer und werden letztlich von allen Steuerzahlern finanziert – nicht nur von denen, die viel Energie verbrauchen.
Deshalb schlagen Fachleute vor, Entlastungen anders zu gestalten. Statt fossile Energie billiger zu machen, wäre es sinnvoller, erneuerbare Energien stärker zu fördern – zum Beispiel, indem Strom günstiger wird. So lohnt sich der Umstieg auf klimafreundliche Lösungen deutlich mehr.