Würzburg: Mobiler Blitzer war für die Stadt voller Erfolg

Drei Monate lang mussten Autofahrer in Würzburg besonders auf ihr Tempo achten: Von September bis Dezember hat die Stadt einen mobilen Blitzer getestet, der wöchentlich den Standort wechselte und in beide Richtungen ausgelöst hat. Nun zieht sie eine abschließende Bilanz und die fällt durchaus positiv aus.
Insgesamt registrierte das Gerät mehr als 7.700 Geschwindigkeitsverstöße – das sind im Schnitt 81 pro Tag. Noch sind nicht alle Fälle bearbeitet, doch die Stadt rechnet mit Einnahmen von rund 200.000 Euro.
Der Blitzer war an zwölf Standorten im Einsatz. Die meisten Temposünder wurden in der Ludwigstraße erwischt, gefolgt von Sanderglacisstraße und Zeppelinstraße. Besonders abends und nachts gab es viele Verstöße. Während die meisten Fahrer nur geringfügig zu schnell unterwegs waren, gab es auch extreme Fälle: In der Sanderglacisstraße fuhr ein Fahrer in einer 30er-Zone 70 km/h, auf dem Stadtring waren zwei Autofahrer bei erlaubten 50 km/h mit über 110 km/h unterwegs.
Die Stadtverwaltung spricht sich nun dafür aus, den mobilen Blitzer für die nächsten vier Jahre zu mieten. Die erwarteten Einnahmen liegen bei rund 700.000 Euro pro Jahr, die jährliche Miete für die Station beträgt etwa 100.000 Euro.
Der mobile Blitzer ergänzt die bestehenden stationären Anlagen: Durch die wechselnden Standorte ist er schwer vorhersehbar, Autofahrer fahren vorsichtiger – was nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch Lärm und Emissionen reduziert.