Würzburg: Nach zwei Jahren Bezahlkarte – es gibt Kritik

Seit zwei Jahren heißt es für viele geflüchtete Menschen: Karte statt Bargeld. Mit der Einführung der Bezahlkarte im Juli 2024 wollte die Bundesregierung unter anderem die irreguläre Migration eindämmen.
Zwei Würzburger Vereine nehmen den Jahrestag jetzt zum Anlass für deutliche Kritik.
Würzburg Solidarisch und das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage sehen Betroffene im Alltag durch die Bezahlkarte stark eingeschränkt.
Sie kritisieren unter anderem das Bargeldlimit von maximal 50 Euro pro Monat. Zwar sollen die meisten Einkäufe mit der Karte bezahlt werden, laut der Verbände werden sie in Supermärkten aber immer wieder ablehnen. Außerdem würde für Schulausflüge oder Vereinsangebote Bargeld benötigt, genauso wie für Flohmärkte oder Second-Hand-Angebote.
Die Verbände fordern deshalb die Abschaffung der Bezahlkarte. Bis dahin müssten das Bargeldlimit erhöht, Überweisungen erleichtert und bestehende Einschränkungen gelockert werden.
Zum Hintergrund
Die Bezahlkarte wurde unter anderem eingeführt, um irreguläre Migration zu reduzieren. Außerdem sollen Geflüchtete mit der Karte kein Geld mehr ins Ausland überweisen können.