Würzburg: Neue App für Integration und mehr Teilhabe

Fremdes Land, fremde Stadt, fremde Sprache – Wenn geflüchtete Menschen nach Würzburg kommen, haben sie es am Anfang oft schwer, sich zurecht zu finden. Das soll sich jetzt aber ändern.
Im Sommer soll eine digitale Plattform der Stadt samt App an den Start gehen. Unter dem Namen „Integreat“ werden sämtliche Infos gebündelt: beispielsweise zu Behörden, Gesundheit, Beratungsstellen, Wohnen, Arbeit und Bildungsangeboten – und zwar in vielen verschiedenen Sprachen.
Unter dem Bereich „Gesundheit“ finden Nutzerinnen und Nutzer Infos zu Apothekennotdiensten oder auch Hilfestellung bei der Suche nach einem Facharzt oder beim Einlösen eines E-Rezepts. Im Bereich „Arbeit“ geht es beispielsweise um Angebote von Jobcoaches oder Infos zur Anerkennung von Berufsabschlüssen.
Das Ziel: Menschen unterstützen und ihnen schnelle Infos ohne Missverständnisse und Sprachbarrieren liefern.
Die Pläne für die App gibt es dabei schon etwas länger, bislang fehlte jedoch das Geld. Möglich wird das Projekt nun durch eine zweckgebundene Erbschaft an die Stadt Würzburg. Der Wunsch der verstorbenen Person war es, Geflüchtete in der Stadt zu unterstützen.
So können die Pläne jetzt also ausgebaut und die App weiterentwickelt werden. Mit dabei sind fast 50 Akteure – darunter die Regierung von Unterfranken, Bahnhofsmission, Caritas oder AWO.
Die App wird bereits in etwa 100 deutschen Städten als digitaler Alltagshelfer genutzt. Weitere Infos gibt’s hier.