Würzburg: Stadt bekommt weitere Stolpersteine

Auf den Straßen und Wegen von Würzburg liegen Namen, die nicht vergessen werden dürfen. In keiner anderen bayerischen Stadt gibt es so viele stille Erinnerungszeichen wie in der Domstadt: die Stolpersteine.
Am Mittwoch kommen weitere kleine Messingtafel dazu, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Nach der Verlegung zählt Würzburg 722 Stolpersteine.
Einer von ihnen wird Fritz Reinlein gewidmet. Er war ehemaliger Schüler des heutigen Röntgen-Gymnasiums und wurde durch die Nazi-Justiz wegen Wehrkraftersetzung zum Tode verurteilt – ein Vorwurf, unter den schon Kritik am Krieg oder Zweifel am Regime fallen konnten.
Aber auch das Ehepaar Spitzer bekommt einen Stolperstein. Josef und Karolina waren Juden und lebten in Würzburg. 1942 wurden sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert und im selben Jahr im Konzentrationslager in Ausschwitz ermordet.
Am Abend findet im Röntgen-Gymnasium zudem noch ein Vortrag unter dem Titel „Täter in Roben – die Verbrechen der NS-Militärjustiz“ statt. Erwartet werden unter anderem Würzburgers OB Martin Heilig, die Regierungspräsidentin sowie der Direktor des Landgerichts.