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Unterfranken: Online-Register vereinfacht Organspende

Topnews
18.03.2024, 05:32 Uhr in Lokales
Organspendeausweise auf einem Tisch
Foto: pixabay.com

Deutschlandweit fehlen tausende Spenderorgane. Auch am Würzburger Uniklinikum ist die Warteliste für ein neues Organ lang: Dort stehen aktuell rund 260 Patienten. Gleichzeitig werden hier jährlich rund 50 Organe transplantiert – hauptsächlich Nieren, Lebern und Bauchspeicheldrüsen.

Mit dem ab Montag verfügbaren Organspende-Register soll der Prozess der Spenderregistrierung revolutioniert werden. Die Transplantationsleiterin der Uniklinik Würzburg, Anna Laura Herzog, findet die neue Vorgehensweise gut.

Bürgerinnen und Bürger können dort angeben, ob sie Organe spenden möchten – ganz ähnlich wie bei einem Organspendeausweis. Durch das Online-Register soll es aber einfacher werden, potenzielle Spender zu identifizieren. Vor allem aber entlaste es Angehörige im Ernstfall von einer schweren Entscheidung, erklärt die Transplantationsleiterin des Würzburger Uniklinikums.

Zum Hintergrund

In Würzburg werden jährlich 50 bis 70 Organe gespendet – zu wenig so das Würzburger Uniklinikum. Seit Jahren sei die Zahl der Spender rückläufig. Häufig seien diese sehr alt oder zu stark vorerkrankt. Es komme aber auch vor, dass Angehörige nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen die Organspende ablehnen.

Wie funktioniert die Registrierung

Das neue Organspenderegister ist erreichbar auf der Webseite www.organspende-register.de. Für den Eintrag braucht man die Onlinefunktion des Personalausweises. Ab Juli soll die Registrierung dann auch mit einer Gesundheits-ID möglich sein. Diese bekommen Versicherte von ihrer Krankenkasse. Die Klinik können die Daten des Portals ab 1. Juli abrufen.