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Unterfranken: Mindestlohnerhöhung ab Oktober beschlossen

10.06.2022, 14:24 Uhr in Lokales
Viele Geldstücke
Foto: pixabay.com

Bundesweit können sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab dem 1. Oktober über einen höheren Mindestlohn von 12 Euro die Stunde freuen. Das hat der Bundesrat am Freitagmorgen beschlossen. Zugleich dürfen Minijobber statt 450 Euro künftig bis zu 520 Euro im Monat verdienen. In Mainfranken profitieren rund 8.000 Menschen von der Mindestlohnerhöhung.

Der Hotel- und Gaststättenverband Unterfranken (DEHOGA) gibt an, dass die Gastrobetriebe ihre Angestellten bereits seit April tariflich nach dem Mindestlohn von 12 Euro bezahlen. Das sei wichtig gewesen, um fehlendes Personal zurückzugewinnen. Auch die Friseurinnung Würzburg begrüßt die Erhöhung, aber auch in dieser Branche werde bereits mehr bezahlt.

Aktuell liegt der Mindestlohn bei 9,82 Euro – im Juli wird er auf 10,45 Euro erhöht, bevor er im Oktober dann auf 12 Euro steigen soll.

Kritik kommt von den Spargel- und Erdbeerbauern. Das Problem: Um die Lohnkosten decken zu können müssten die Erdbeeren nächstes Jahr 40 Prozent mehr kosten.

Unklar ist allerdings, ob genug Kunden bereit sind, so viel Geld zu zahlen oder lieber zu den Konkurrenzprodukten aus dem Ausland greifen, die oft deutlich günstiger sind, da dort kein oder ein geringerer Mindestlohn gilt, sagt Fabian Kuhn vom Spargel- und Erdbeerhof Kuhn in Allersheim.